 | | Vorstand und Mitglieder der Eidengesäßer Spätzünder sind glücklich, dass es nun doch ein weiter gibt.Foto: Bortz |
| 01.07.10 - Linsengericht - Große Erleichterung bei den Eidengesäßer Spätzündern: Nach Wochen langem bangen und Zittern über den Fortbestand des Karnevalvereins gibt es ein Weiter. Bei der außerordentlichen Versammlung am Mittwochabend im Dorfkrug konnte der vakante Posten der Kassierers im dritten Anlauf mit Katrin Lach wieder besetzt werden. Carmen Milot und Ellen Heyer stellten sich überraschend als Stellvertreter zur Wahl. Für den in der Bevölkerung beliebten Verein hätte es das „Aus“ bedeutet, sofern sich für diese „verantwortungsvollen Posten“ keine Kandidaten gefunden hätten. „Hier hängt vieles dran, ich denke da besonders an unsere 80 Kinder und 80 Aktiven.
Die Auflösung ist einfach tragisch, tragisch für jeden, der hier großes Interesse zeigt und Herzblut vergießt“, so ein sichtlich erschütterter Vorsitzender Thorsten Schaffer unter Tränen. Zuvor appellierte er an die Mitglieder – von denen „nur rund 20 %“ von insgesamt 150 anwesend waren – Engagement zu übernehmen, allerdings zunächst ohne Erfolg. Weder auf einen Appell per eMail-Nachrichten, noch auf Anrufe bei den Mitgliedern seien Reaktionen verzeichnet, kritisierte der Vorsitzende. Beim Ehrenvorsitzenden und Ortsvorsteher Artur Fink traf dies auf Unverständnis. „Ich habe diesen Verein mit aufgebaut und bin sehr verwundert, dass keiner einen solchen Posten übernehmen will“. Zu Gründungszeiten habe nur ein Mann das Amt inne gehabt; heute seien es gar drei, die sich untereinander absprechen könnten.
Sichtlich gerührt forderte er den Nachwuchs auf, hier aktiv zu werden und Verantwortung zu übernehmen. Am Beispiel eines Fußballspiels beschrieb er seine Vorstellungen, wie es in einem Verein auszusehen hätte: „Wir brauchen mehr Mannschaftsbewusstsein und Idealismus und keine Einzelkämpfer“. Der Verein lebe von den Aktiven und fairem Umgang untereinander. Kritik gab es dafür, dass sich immer die selben an den Diensten beteiligen würden. Tina Schneider sah das Problem der vakanten Posten vielmehr darin, dass viele Mitglieder hiervor häufig Angst hätten. Grund sei die komplizierte Materie der Abrechnung, das man bei Veranstaltungen angeblich immer der erste sein müsse, der da ist, und der letzte, der geht. Die Kandidaten versprachen schließlich, sich untereinander zu unterstützen und unter die Arme zu greifen. Als auch Schaffer und Fink der neuen Kassiererin ihre Unterstützung zusagten, erlöste sie die angespannte Versammlung: „Unter den Bedingungen machen ich das sehr gerne. Bitte tragt mich ein, damit unser Verein nicht den Bach heruntergeht.“ Großer Applaus und fröhliche Gesichter waren auch bei den ergänzenden Wahlen an der Tagesordnung.
Schließlich konnten so gut wie alle Posten neu besetzt werden. So führen Gruppenleiter Andre Milot, seine Stellvertreter Thorsten Lach und Helfer Christian Gumpfer den Wirtschaftsausschuss. Karl Wittsack und Karin Marx fungieren als Kassenprüfer. Im Bauausschuss sind Andre Milott, Michael Wenzel, Norbert Arnold, Klaus Marx, Armin Grochow und Thorsten Schaffer tätig. Pressewartinnen bleiben Melina Schneider und Karin Wittsack. Um die Requisiten kümmern sich Patrick Milot, Sebastian Mahr sowie Fabian Herbert und um das Bühnenbild Gabi Mahr, Ramona Arnold, Susanne Schönmeier und Thorsten Schaffer. Kleiderwarte sind Melina Schneider, Ramona Arnold und Tina Schneider. Mundschänk ist Günter Weinbach.
Schließlich zeichnete sich auch eine vorläufige Lösung für das Problem mit den vielen offenen Diensten bei Veranstaltungen an. So werden künftig alle Mitglieder per Post informiert, sich zu einem bestimmten Termin im Kalender einzutragen. Wenn jemand verhindert sei, so müsse er sich beim Vorstand entschuldigen. Bereits zur nächsten Kampagne wolle man damit der besseren Übersicht Rechnung tragen. (dbo) +++
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