...mit närrischen Füßen getreten - keine Rücksicht auf filigranes Stadtmodell

16.02.10 - FULDA - Seit Mai 2005 gibt es in der Barockstadt Fulda einen Anlaufpunkt, den besonders Touristen zur Orientierung schätzen: das filigrane Stadtmodell am Rande des Bonifatiusplatzes, das ein naturgetreues Modell aus Bronzeguss im Maßstab 1:350 mit einer Fläche von 1,7 Quadratmetern darstellt. Die Beschriftungen sind auch in tastbarer Blindenschrift ausgeführt. Das Modell soll auch Blinden und Sehbehinderten einen plastischen Eindruck vom historischen Fulda vermitteln.

Das bronzefarbene Modell zum Sehen und Anfassen verdanken die Fuldaer ein wenig dem 100-jährigen Jubiläum, dass die sozial-kulturelle Vereinigung "Rotary-International" im Jahr 2005 feiert. Rotary-Präsident Neidhardt erläuterte, zum 100-jährigen sei an die Clubdistrikte eine Losung ausgegeben worden: zum "Centennial" sollten sichtbare und bleibende Zeichen für die Philosophie und Ziele der Rotarier gesetzt werden - zu Völkerverständigung, beruflicher Verantwortung, sozialem Engagement, kulturellen Initiativen oder Hilfsbereitschaft im Dienst der Humanität. (siehe "osthessen-news" vom Mai 2005 unter dem folgenden Link: http://www.osthessen-news.de/beitrag_A.php?id=1115995 ).

Eigentlich hat sich das Modell bisher ganz gut "gehalten", wenn man von ein paar fehlenden Bäumen und anderen Kleinigkeiten absieht. Wenig Rücksicht nahmen am gestrigen Rosenmontag allerdings einige "Kulturbanausen", die keine Hemmungen hatten, ihre Winterstiefel zwischen Dom und Stadtschloss flächenfüllend zu platzierend oder auch auf anderen historischen Gebäude sicheren Halt zu suchen. Dem Modell selbst hat es nicht gut getan und sichtbare Schäden gab es auch - da waren die abgelegten Bierflaschen und Becher sowie ausgeschütteten alkoholischen Getränke noch das geringste Problem. (ma). +++




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