Prinz Carsten macht auf Bühne seiner Prinzessin Annalena Heiratsantrag

15.02.10 - Eiterfeld - Mit diesem Höhepunkt konnte kein Programmdirektor des Eiterfelder Fastnachtsteams rechnen: Nachdem Prinz Carsten der 48., Rad schlagender Libero vom Haunecker Land neben seiner Prinzessin Annalena, freundliches Verkaufstalent vom königlichen Hofe, auf dem Sofa in einer grandiosen Darbietung über das „Sofakissen mit Knick“ gesungen hatte, verschwand er kurzerhand hinter der Bühne. Wenige Augenblicke später kniete er vor seiner Angebeteten und fragte sie mit einer Rose in der Hand: „Willst du meine Frau werden?“ Und natürlich schnappte sich die zukünftige Braut das Mikro, nachdem die ersten Freudentränen geflossen waren und das Publikum auch wieder aus dem Staunen gekommen war, und antwortete mit einem überglücklichen „Ja“.

Doch nicht nur wegen dem überraschenden Heiratsantrag war der Galaabend des Eiterfelder Karneval Vereins vergangenen Samstag eine rundherum gelungene Veranstaltung. Allein der Gesamtaufmarsch mit allen Aktiven in ihren prunkvollen Kostümen war etwas ganz besonderes, was auch Präsident Mathias Herber kundtat, als er die Narrhalla willkommen hieß. Wieder einmal überzeugte das diesjährige Kinderprinzenpaar Karl und Sophia. Der junge Prinz hatte sich nicht nur Schuhe mit extra hohen Plateau Sohlen anfertigen lassen, um seiner Prinzessin „endlich mal in die Augen schauen zu können“.

Auch die Prinzessin ließ sich nicht lumpen und erfüllte Mathias Herber den Wunsch, vor dem gesamten Publikum auf ihrer Geige einen Narrhalla Marsch zu spielen. Natürlich erledigte sie diese Aufgabe mit Bravur und wurde ihrem Namen „flötende Geigerin“ mehr als gerecht. Wenn die Eiterfelder ihren Galaabend alljährlich am Fastnachtssamstag feiern, dann ist es Zeit für die Gardetänze der Bienchengarde, Rote Funken und Prinzengarde sowie für die Solotänze der (diesjährigen) Tanzmariechen Anna Herber und Sarah Poole. Sie alle leisteten hervorragende Arbeit und bewiesen einmal wieder, dass sich die Tanzsport-abteilung des ECV als das Aushängeschild des Vereins sehen lassen kann.

Zwischen den einzelnen Tänzen wurde dem Publikum noch viel Sehenswertes präsentiert. Das kleine Prinzenpaar hatte bei einer Flughafenkontrolle plötzlich einen blinden Passagier in ihrem Koffer. Das große Prinzenpaar überzeugte in einer achauspielerischen Spitzenleistung mit dem Sofakissen, auf die dann schließlich der Antrag erfolgte. Was ehemalige Prinzenpaare in ihren Ehen durchmachen, durfte das Publikum im Beitrag der Ex- Prinzenpaare erfahren, die neben ihren alltäglichen Gewohnheiten auch viel Dorfgeschehen bequatschten und viele Lacher auf ihrer Seite hatten. Und eine waschechte Büttenrede trugen Marianne Zentgraf und Hubert Wittner vor. Mit dem Geschlechterkampf, der sich schließlich zum Guten wendete, waren die beiden sogar schon im Hessischen Fernsehen zu sehn. Daher erklärte es sich von selbst, dass die Sprüche der zwei Redner manche Lachträne über die Wangen kullern ließen.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends waren die 3 Eiterfelder Pfarrer. Dechant Markus Blümel verkörperte die rüstige Waltraud, die sich während ihrer Kur einen Kurschatten angelacht hat. Als ihre Freundin Anni (alias Kaplan Andreas Schweimer)sie in der Kur besucht, stellt sich heraus, dass besagter Kurschatten niemand anders war als Johannes Heesters, dargestellt durch den ehemaligen Pfarrer, Josef Schlitt. Natürlich war das Publikum hellauf begeistert, dass die Geistlichen auch mal für einen Spaß zu haben sind und spendete reichlich Applaus.Nicht nur die Gardetänze sind ein alljährliches Highlight in Eiterfeld, denn den Showtänzen wird fast noch mehr Bedeutung zugeschrieben. Besonders die beiden großen Garden konnten dieses Jahr wieder überzeugen: Die Eitrafunken unter der Leitung von Sarah Poole imitierten „Die große Pause“. Als Schulmädchen in karierten Röckchen bewarfen sie ihre strenge Lehrerin mit Papierknäulen, bevor dann die große Pause eingeläutet wurde und die Mädchen viel Spaß beim Tanzen hatten. Mit bunten Hüpfseilen, Hebefiguren, Akrobatik und Freude gelang eine tolle Darstellung. Einen ganz andere tolle Vorstellung zeigten anschließend die „Steinbacher Jungs“ und bewiesen, dass auch im Nachbardorf Fastnacht gefeiert wird. Mit einem mehr als gelungenen Sketch wurden sie sehr bejubelt.

Das Finale einläuten durfte in alter Tradition die Rhöngarde mit ihrem Showtanz „Was Süßes...“ Eine wahrhaft leckere Verführung, denn die Mädchen präsentierten sich in aufwendigen Süßigkeiten- Kostümen und marschierten passend zu den Klängen von „Candy Man“ ein. Um dem Publikum noch mehr zu bieten, verwandelten sie sich aber während des Tanzes in pinke Zuckerpuppen, die mit Zuckerstöcken über die Bühne wirbelten. Und damit war das Programm des Galaabends des ECV auch schon wieder zu Ende. Sitzungspräsident Hubert Hohmann bedankte sich bei Zuschauern und Aktiven und du diese zum großen Finale erneut auf die Bühne. Zu den Gesängen des ECV Liedes knallte ein kleines Feuerwerkund mit einem „dreifach- donnernden öff öff Helau“ machte der ECV die Bühne frei für alle Tanzlustigen. Die Party dauerte im Saal und in der Sektbar bis in die frühen Morgenstunden an. (Catharina Hohmann) +++

Anni und Waltraud

Die Bienchengarde.

Die Eitrafunken.

Ein Höhepunkt es Abens: der Heiratsantrag.

Hubert und Marianne.

Die Zuckerpüppchen

Anna und.,..

.....Tanzmariechen Sarah...

Die Steinbacher Jungs.

Der Sketch des Kinderprinzenpaares.

Rote Funken.

Die Rhöngarde.



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